blühende Lilien
R. Hulhoven (wikipedia)

Frühling. Während ich diese Zeilen schreibe, explodieren förmlich die Farben in der Natur. Vom zarten Grün bis zum strahlenden Weiß, vom knalligen Rot bis zum gesetzten fliederfarbenen Teint ist alles vertreten, was die Natur an Farbe hergibt.

Frühling und Sommer, Wärme und wohltuender Regen und viel Sonnenschein. Das macht Natur vielfältig und lebendig. Eine lebendige Natur, die nicht von Straßen oder Häusern zugepflastert ist, ist ein Garant für Leben, wie es Gott geschaffen hat.

Der Frühling lädt ein zum Staunen, zur Bewunderung und zur Achtung der Wunderwerke Gottes. Wir Menschen sind ein Teil davon. Wir sind nicht die, die Natur ausbeuten dürfen, sondern wir dürfen sie dankend bestaunen und nutzen.

Jesus hat zum Staunen über die wunderbare Erde, auf der wir leben, eingeladen. Er hat seinen Zuhörern vor Augen gehalten, dass auch die kleinen Lebensformen der Natur Grund zum Staunen sind.

Von ihm sind die Worte überliefert (Lukas 12,27):

„Seht die Lilien, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.“

In Gottes geschaffener Welt steckt sein ganzes Können, sein Ideenreichtum, seine Kreativität, sein Sinn für Schönes und auch seine Freude am Leben.

Deshalb, liebes Menschenkind, meine nicht, Du stündest über allem und Du seist der Herr des Lebens. Sieh, wie klein du bist, werde dankbar, lerne die Welt, auf der du Gast bist, zu schätzen und achte das Leben, statt es platt zu machen.

Denn alles, was lebt, ist Geschöpf Gottes, auch wir. Und wir können mit der gesamten Schöpfung in das Lob Gottes einstimmen, in die farbenfrohe Welt.

Johanna Arlt (Herrnhuter Losungen 2026, 27. Mai) hat einmal geschrieben:

„Die Schönheit einer Rose, die ihre Blätter und Blüten der Sonne entgegenstreckt, ist Sinnbild der Anbetung der Liebe des Schöpfers und Ausdruck der Vollkommenheit seiner Schöpfung. Mit dieser Haltung stimmt sie ein in den Jubelgesang aller Kreatur.“

Lassen Sie uns bei diesem Lob mitmachen, damit wir intensiv und wertschätzend vor Gott leben. Eine frohe Frühlingsund Sommerzeit,

Ihr/Euer Roland Falk, Pfarrer

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